Feuerwehr Bürs

FUNKAZUNFT

Funkenbrauchtum

In Bürs wird das Funkenbrauchtum weitgehend nach traditioneller Überlieferung gepflegt. Statt Gewinnoptimierung, ist die Funkenzunft Bürs bemüht, das Brauchtum zu erhalten und zu pflegen. Vom Funkenbau bis zum Abbrennen wird grössten Wert auf die Erhaltung dieser Tradition gelegt.

Wie dieser Brauch in Bürs ursprünglich gepflegt wurde, können Sie im Auschnitt eines Buches von Karl Ruprecht nachlesen…

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Explosion der Funkenhexe 2013

Krottablatt

Das Krottablatt ist bei uns in Bürs die Fastnatzeitung. Diese Zeitschrift wird vor dem Funkenabbrennen, am Funkasunntig verkauft. Sie wird ebenso wie der Funken von der Funkenzunft Bürs gestaltet. Im Krottablatt werden lustige Geschenisse und so manches Missgeschick aus dem Dorf im humorvollen Sinn niedergeschrieben.

Krottablattredaktion

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Die Krottablatt Redaktion v.l.n.r.: Günter Schrottenbaum, Eric Ganahl, Alexander Grass, Sebastian Witwer, Pauli Witwer, Michael Ganahl und Markus Schrottenbaum

Funkabuaba

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d`Funkabuaba
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dr Funkawaga

Die besten Beiträge aus dem Krottablatt werden vom Funkenkanzler und seinen „Funkabuaba“ im Dorf verlesen. Dies ist die so genannte „Funkared“.

 Puma

„Puma“ ist eine nur in Bürs vorkommende Gattung von Lampions, die jährlich ein einziges Mal, u. zwar am Funkensonntag, ihren Bau verlässt. Die Puma kommen an diesem Tag erst nach Einbruch der Dunkelheit in einem großen Rudel aus ihrer „Bestallung“, in der sie das ganze übrige Jahr in einer Art Tiefschlaf verbringen. Ihre Ruhe wird höchstens gestört, wenn Einzelne nach Verletzungen bei diesem einmaligen Ausschwärmen verarztet werden müssen. Zur vollen Entfaltung ihrer farbenprächtigen Schönheit kommen die Puma erst, wenn in ihrem Innern ein Licht aufgeht. Die Gattung umfasst Gebilde aus Karton und Transparentpapier in verschiedensten Formen und Farben. Allen gemeinsam ist langer Holzfuß, auf dem sie das ganze Jahr über beharrlich stehen und schlafen. Zur Fortbewegung benötigen Puma zweibeinige Träger, und sie bewegen sich am liebsten zu Rhythmen der Blasmusik. Die Puma freuen sich über jedes Gelächter von Menschenmassen in ihrer Nähe, ganz besonders mögen sie Rufe wie „Viva, läba, hoch!“ und den Knall explodierender Hexen. Knisterndes Funkenfeuer lieben sie heiß, allerdings nur aus sicherer Entfernung. Regen- und Schneewetter können die Puma gar nicht leiden. Bei solchen Wetterverhältnissen bleiben sie in ihrem Bau.

„Puma“ ist eine Abkürzung von „Pumerange“ (alter Ausdruck für Orange). Die ältesten „Puma“ sind über 100 Jahre alt. Es sind selbst gebastelte runde Lampions aus Buntpapier, das über Metallbänder (von Baumwollballen)  zu pumerangenförmigen bunten Gebilden geformt und von innen her mit einer Kerze erhellt wurde. Sie werden auf Holzstangen getragen. Später kamen quaderförmige „Puma“ dazu, deren Flächen mit Scherenschnitten verziert wurden. Die „Puma“ kennt man nur in Bürs. Sie werden am Funkensonntag im Umzug mit zum Funken getragen. Seit Generationen ist das Amt des „Pumameisters“ in der gleichen Familie (Saurwein-Rettenberger).